• Division für festsitzende Prothetik und Biomaterialien, Zentrum für Zahnmedizin, Universität Genf, Schweiz
  • Adjunct Associate Professor
  • Department of Preventive and Restorative Sciences, Robert Schattner Center, School of Dental Medicine, University of Pennsylvania, Philadelphia, USA (Klinikdirektor: Prof. Dr. M. B. Blatz)

Irena Sailer studierte an der Universität Tübingen, an der sie 1997 das Staatsexamen machte und dann 1998 promovierte. Von 1998 bis 1999 war sie als Weiterbildungsassistentin für Oralchirurgie an der Klinik für Oralchirurgie der Universität in Zürich in der Schweiz tätig. Von 1999 wurde sie Weiterbildungs-assistentin an der Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und zahnärztliche Materialkunde an der gleichen Universität in Zürich. Dort wurde sie 2003 Oberassistentin bzw. Oberärztin und konzentrierte sich zunehmend auf die Forschung in den Bereichen der zahn- und implantatgetragenen Rekonstruktionen. Im Rahmen dieser Forschungstätigkeit war sie 2007 als Visiting Scholar am Department of Biomaterials and Biomimetics, Dental College an der New York Universität tätig.

2010 wurde Frau Dr. Sailer Privatdozentin und war seit 2012 wissenschaftliche Abteilungsleiterin an der Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und zahnärztliche Materialkunde der Universität Zürich tätig. Sie ist zudem seit 2009 Gastprofessorin am Department of Preventive and Restorative Sciences, School of Dental Medicine der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA. Sie ist Spezialistin für Rekonstruktive Zahnmedizin (SSRD) und hat einen WBA für Orale Implantologie (SGI).

Irena Sailer ist Präsidentin der WISKO als Mitglied des SSRD Vorstands. Zudem ist sie Mitglied des Swiss Leadership Teams des ITI (International Team for Implantology), Mitglied des Vorstands der European Association of Osseointegration (EAO), aktives Mitglied der European Academy of Esthetic Dentistry (EAED) und “Active Fellow” der Greater New York Academy of Prosthodontics (GNYAP).

Seit September 2013 ist Irena Sailer Vorsteherin der Division für festsitzende Prothetik und Biomaterialien an der Universität Genf.

Minimalinvasive Brücken im Front-und Seitenzahnbereich

Während der letzten 40 Jahre hat sich die Klebebrücke zu einer vorhersagbaren Behandlungsalternative für den Ersatz fehlender einzelner Frontzähne entwickelt. In der Vergangenheit wurden vor allem metallkeramische Klebebrücken eingesetzt, bei denen das Problem des Retentionsverlustes im Vordergrund stand - aus diesem Grund war das Behandlungskonzept von hohen Ausfallraten betroffen und konnte nur als provisorische Lösung empfohlen werden.

Im Gegensatz zu früher sind die Ergebnisse von Klebebrücken heutzutage bedeutend besser geworden. Dies hängt mit der erheblichen Weiterentwicklung der für die Klebebrücken verwendeten keramischen Materialien zusammen wie auch mit der Verbesserung der klinischen Techniken des Präparierens und der adhäsiven Befestigung. Für den Erfolg mit Klebebrücken sind aber eine genaue Patientenanalyse und Diagnostik, und diverse klinische und zahntechnische Faktoren entscheidend. Zudem kommen immer häufiger klinische Fragen auf wie – ist der Erfolg der Frontzahn-Klebebrücken auch auf den Seitenzahnbereich übertragbar?

In diesem Vortrag werden die relevanten Facetten von der Vorbereitung bis zur Herstellung der Klebebrücken aufgearbeitet, deren Indikationen und Limitationen wie die Langzeiterfolgsraten diskutiert und ein klinisches Konzept für die Praxis präsentiert.