Univ.-Prof. Dr. med. dent. Bernd WöstmannUniv.-Prof. Dr. med. dent. Bernd Wöstmann

Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Marburg und Gießen - Standort Gießen -
Justus-Liebig Universität Gießen
Schlangenzahl 14
D-35392 Gießen

Tel.: 0641 – 99 46140/ 46141
Fax.: 0641 – 99 46139



Jahrgang 1961

1980-85
Studium der Zahnheilkunde an der Westfälischen-Wilhelms Universität in Münster

1986 - 1995
Zunächst Wissenschaftlicher Mitarbeiter dann Oberarzt der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik A der Westfälischen-Wilhelms Universität

1993
Habilitation und Venia legendi für das Fach „Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“

1995
Ruf auf eine Hochschuldozentur für Zahnärztliche Prothetik an die Justus-Liebig-Universität in Gießen

1998
apl. Prof. und Leiter der Forschungsstelle für Gerostomatologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Justus-Liebig-Universität Gießen

2002
C3-Professur für Klinische Werkstoffkunde und Gerostomatologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen

2009
Ruf auf die Professur für Zahnärztliche Prothetik an der Universität Witten-Herdecke, abgelehnt.

2009
Ruf auf den Lehrstuhl für Zahnärztliche Prothetik der Justus-Liebig Universität Gießen

2011
Ruf auf den Lehrstuhl für Zahnärztliche Prothetik an der Charité zu Berlin, abgelehnt.


Beiratsmitglied der DGPro, Mitglied verschiedener Editorial Boards

Hauptarbeitsgebiete:
Klinische Biomaterialkunde, besonders Elastomere und Abformung in der Zahnheilkunde; Alterszahnheilkunde und Implantologie; Langzeitbewährung von Zahnersatz

Preise und Auszeichnungen:
1999  Friedrich-Hartmut-Dost Preis für besondere Verdienste in der akademischen Lehre sowie mehrere Posterpreise der DGPro (ehemals DGZPW), der Deutschen und der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie


 

Digitale Abformung – Möglichkeiten, Chancen und Grenzen

In vielen Bereichen der Zahnheilkunde ist zunehmend eine Digitalisierung zu beobachten. Bei bildgebenden Verfahren (Röntgen) als auch in der Zahntechnik können digitale Verfahrensweisen als etabliert und erprobt gelten. In anderen Bereichen dagegen scheint sich gegenwärtig ein Wandel zu vollziehen. So fragt sich mancher, wohin die Reise gehen wird: Formen wir morgen nur noch digital ab? Kann man digitale Verfahren über die Planungsphase hinaus auch in der Implantologie  nutzen?  Wenn es auch viele Gründe dafür gibt, den Scanvorgang direkt in der Mundhöhle durchzuführen garantiert allerdings ein intraoraler Scanner allein keineswegs den Erfolg! Intraorale Scanner bieten systemabhängig unterschiedliche Möglichkeiten zur Anfertigung von Zahnersatz. Allerdings ist nicht alles mit jedem System möglich. Wenn auch die Hersteller zunehmend ihre Systeme öffnen und sich um die Implementierung standardisierter Schnittstellen bemühen, so ist doch bis heute nicht alles mit jedem Scansystem möglich. Der Vortrag gibt eine Übersicht über die aktuellen Möglichkeiten und zeigt neben den Chancen, die die digitale Technologie bietet, auch die gegenwärtig noch bestehenden Grenzen.

 

zfa-samstag:

Die digitale Abformung – was ist anders für die Assistenz ?

Auf dem Wege zu einer exakten Restauration stellt die Abbildung der intraoralen Situation auf einem realen oder auch virtuellen Modell einen ganz entscheidenden Schritt dar, da die Herstellung definitiven Zahnersatzes ausschließlich indirekt möglich ist. Nachdem CAD/CAM Verfahren in der Zahntechnik bereits in vielen Bereichen gut etabliert sind, hat gegenwärtig mit der Einführung optischer System zur Abformung der nächste Schritt zur vollständigen Digitalisierung der Prozesskette von der Präparation bis zur Eingliederung des Zahnersatzes begonnen. Die vielen Möglichkeiten der digitalen Abformung lassen sich aber nur dann nutzen, wenn der Workflow in der Praxis auf diese Technik abgestellt wird. Dies beginnt bei der Vorbereitung des Scanners und reicht bis zum digitalen Versand der „Abformung“. In dem Vortrag sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen digitaler und konventioneller Abformung dargestellt und die Möglichkeiten, die sich durch die die neue Technik für die zahnärztliche Assistenz ergeben erläutert werden.